Was ist eine Make-up-Primer und wozu dient sie?
Die Make-up-Primer, auch als Primer bekannt, ist das Kosmetikprodukt, das zwischen der Hautpflege und der Foundation aufgetragen wird. Ihre Aufgabe ist es, das Gesicht vorzubereiten: Sie glättet die Textur sichtbar, mindert das Erscheinungsbild der Poren und schafft eine gleichmäßige Oberfläche, auf der sich die Foundation besser verteilt, leichter fixiert und länger intakt hält.
Jahrelang galt sie als optionaler Schritt, dabei ist es einer der Schritte, die sich am stärksten auf das Endergebnis auswirken. Mit einer guten Primer hält das Make-up Hitze, Reibung und die vergehenden Stunden besser stand, und meist braucht man auch weniger Foundation, weil der Ton schon nach der ersten Schicht gleichmäßig ist. Das ist der Unterschied zwischen einem Make-up, das am Ende des Tages noch frisch aussieht, und einem, das verrutscht, Risse bekommt oder an Intensität verliert.
Primer oder Foundation: Was ist der Unterschied?
Auch wenn die Namen ähnlich klingen, erfüllen sie unterschiedliche Funktionen. Die Foundation sorgt für Farbe und Deckkraft, um den Ton zu vereinheitlichen; die Primer deckt nicht ab, sondern bereitet die Haut darauf vor, diese Farbe aufzunehmen, und hilft ihr, länger zu halten. Deshalb stehen sie nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich, und die richtige Reihenfolge ist immer Feuchtigkeitscreme, Primer und dann Foundation.
So wählst du die richtige Primer für deinen Hauttyp
Es gibt keine universelle Primer: Die Wahl hängt davon ab, was deine Haut braucht und welches Finish du suchst.
Mattierende Primer für fettige oder Mischhaut
Wenn im Laufe des Vormittags Glanz entsteht, greife zu einer mattierenden und möglichst ölfreien Primer. Diese Formeln helfen, überschüssigen Talg vor allem in der T-Zone zu kontrollieren, und halten das matte Finish länger, ohne das Make-up zu beschweren.
Feuchtigkeitsspendende Primer für trockene oder dehydrierte Haut
Wenn die Haut spannt oder sich die Foundation an trockenen Stellen absetzt, ist eine feuchtigkeitsspendende Primer meist die Lösung. Sie sorgt für sofortigen Komfort, verhindert, dass sich die Foundation an schuppigen Stellen „festsetzt“, und hinterlässt ein frisches, strahlendes Finish, das auch reifer Haut sehr schmeichelt.
Prebase für Poren und unebene Textur
Prebases für Poren haben seidige Texturen, gelartig oder balsamähnlich, die die Poren und kleine Unebenheiten optisch auffüllen. Der weichgezeichnete Hauteffekt zeigt sich besonders an Wangen, Nase und Kinn, wo die Poren meist sichtbarer sind.
Aufhellende oder farbkorrigierende Prebase
Wenn deine Haut fahl wirkt, sorgt eine aufhellende Prebase für Leuchtkraft von innen heraus, ohne sichtbare Partikel. Und wenn du einen Ausgleich suchst, arbeiten die farbigen Versionen mit Kontrast: Grün neutralisiert optisch Rötungen, während lila oder pfirsichfarbene Töne müde wirkende Haut beleben.
So trägst du die Prebase Schritt für Schritt auf
- Beginne mit sauberer und gepflegter Haut und lass die Creme ein paar Minuten einziehen.
- Trage eine kleine Menge auf, etwa erbsengroß: mehr Produkt bedeutet nicht mehr Wirkung.
- Verteile sie mit den Fingerspitzen und arbeite besonders dort, wo du sie am meisten brauchst: T-Zone, Poren oder Rötungen.
- Warte etwa eine Minute vor der Foundation, damit sie einzieht und sich die Texturen nicht vermischen.
- Fahre mit deiner gewohnten Foundation oder getönten Creme fort, immer in dünnen Schichten.
Ein Profi-Trick: Du musst nicht überall im Gesicht dieselbe Prebase verwenden. Du kannst eine mattierende nur in der T-Zone und eine aufhellende auf den Wangenknochen auftragen und so das Finish an jeden Gesichtsbereich anpassen.
Häufige Fehler beim Primer
- Sie als Ersatz für die Feuchtigkeitscreme zu verwenden: Die Prebase bereitet vor, sie pflegt nicht; die Pflege kommt immer davor.
- Zu viel Menge aufzutragen, wodurch die Foundation beim Verteilen „rollen“ oder Klümpchen bilden kann.
- Die Foundation sofort danach einzureiben, ohne der Prebase Zeit zu geben, sich auf der Haut zu setzen.
- Das gegenteilige Finish zu deiner Foundation zu wählen: Eine sehr mattierende Prebase unter einer ultra-strahlenden Foundation, oder umgekehrt, kann zu einem ungleichmäßigen Ergebnis führen.
- Sie nur für besondere Anlässe aufzuheben: Ihre Wirkung zeigt sich im täglichen Gebrauch genauso, wenn nicht sogar noch mehr.
Ein letzter Hinweis: Die Prebase funktioniert auch allein. An Tagen ohne Make-up lässt eine feuchtigkeitsspendende oder porenverfeinernde Prebase die Haut innerhalb von Sekunden besser aussehen und hilft dabei, das Wenige zu fixieren, das du aufträgst, sei es Concealer, cremiges Rouge oder ein Hauch Augenbrauenfarbe. Es ist einer dieser Schritte, die man, einmal ausprobiert, kaum wieder missen möchte.